Alarmierung

Die Feuerwehrleute der Freiwilligen Feuerwehr Hamburg werden über einen digitalen Meldeempfänger (DME) alarmiert.

Swissphone BOSS 925

Wenn ein Alarm eingeht gibt der DME, je nach Art des Einsatzes einen bestimmten Ton ab (Vollalarm, Kleinalarm, Erstversorgung oder Bereitstellung). Anschließend können die Feuerwehrleute die ersten Informationen zum Einsatz lesen. In der Alarmmeldung steht eine Abkürzung, welche das Einsatzstichwort beinhaltet.

Hier einmal einige Einsatzstichworte, die uns in unserem Einsatzgebiet erwarten können.
Ein Einsatzstichwort setzt sich in der Regel aus der Hauptalarmart, sowie möglichen Erweiterungen und Zusätzen zusammen, welche einen ungefähren Überblick über Lage und das Kräfteaufgebot schaffen. Kombinationen aus Erweiterungen und Zusätzen sind möglich. Brandeinsätze und technische Hilfeleistungen können durch Stichwörter aus dem Bereich des Rettungsdienstes ergänzt werden.

Alarmierungen zum Brandeinsatz

StichwortErweiterung/ZusätzeBeschreibung
FEUFeuer, Standard Alarmart
KFeuer, klein (z. B. Müllcontainer oder PKW)
2-5Anzahl der Löschgruppen + Erg.Komponenten
BMAAuslösung einer Brandmeldeanlage
ZUGBrand eines Schienenfahrzeug
BAB Feuer auf einer Autobahn (z.B. LKW-Brand)
WAFeuer auf einem Gewässer (z.B. Schiffbrand)
YFeuer, Menschenleben in Gefahr
XFeuer mit gefährlichen Stoffen
EFeuer, Explosionsgefahr

MANV10
MANV25
MANV50
Rettungsdienst Großeinsatz bis
10 Verletzte
25 Verletzte
50 Verletzte
AUSgelöschtes Feuer, Überprüfung durch Feuerwehr
-NFNormale Fahrt, ohne Sonderrechte

So beschreibt das Einsatzstichwort: „FEU2Y“, einen größeren Brandeinsatz, bei dem Menschenleben in Gefahr sind, z. B. Dachstuhlbrand mit einer vermissten Person.

Alarmierungen zur technischen Hilfeleistung

Stichwort Erweiterung/Zusätze Beschreibung
THTechnische Hilfe, Standard Alarmart
KTechnische Hilfe, klein z.B. Ölspur
2-5Anzahl der Löschgruppen +
Ergänzugngskomponenten
ZUGz.B. Unfall mit Schienenfahrzeug
FLUGz.B. Unfall mit Flugzeug oder Hubschrauber
LKWz.B. Unfall mit LKW
BABHilfeleistung auf einer Bundesautobahn
WAHilfeleistung auf einem Gewässer
YMenschenleben in Gefahr
z. B. Person im PKW eingeklemmt
EExplosionsgefahr, z. B. Gasleitung beschädigt
XGefahrgutunfall, z. B. auslaufende Säure
COGefahr durch Kohlenmonoxid

MANV10
MANV25
MANV50
Rettungsdienst Großeinsatz bis
10 Verletzte
25 Verletzte
50 Verletzte
-NF Normale Fahrt, ohne Sonderrechte

So beschreibt das Einsatzstichwort „THZUGY“, einen Hilfeleistungseinsatz, bei dem ein Schienenfahrzeug beteiligt ist und Menschenleben in Gefahr sind, z. B. Person unter Zug.

Eigenständige Alarmarten (Hilfeleistung)

StichwortBeschreibung
WASSER Wasserschaden
z. B. Wasser im Keller
WASSER-NFWasserschaden, normale Anfahrt
z. B. Wasser im Keller
DRZFDroht zu fallen
z. B. Gegenstand (Baum/Ast) droht zu fallen,
DRZF-NF Droht zu fallen, normale Anfahrt
z. B. Gegenstand (Baum/Ast) droht zu fallen,
TIERTier in Notlage
TIER-NFTier in Notlage, normale Anfahrt
NILNicht in Liste, Einsätze für die es keine Stichworte gibt
NIL-NF Nicht in Liste, Einsätze für die es keine Stichworte gibt
normale Anfahrt

Die Stichworte WASSER, DRZF und NIL können mit dem Zusatz „AUSN_“ (AUSN_DRZF) ergänzt werden, dies beschreibt die Einsatzlage, während z. B. Unwettern, wenn die Anzahl der Einsätze so stark erhöht ist, dass die Einsatzkräfte, des täglichen Geschäft nicht mehr ausreichen.

Alarmierungen im Rettungsdienst

Stichwort Erweiterung/ZusätzeBeschreibung
NOTF Medizinischer Notfall jeglicher Art
NA mit Notarzt
HHilfeleistung durch Feuerwehr
z. B. Tragehilfe
TVTür verschlossen
z. B. gestürzte Person in Wohnung
BEREITBereitstellung von Rettungsmitteln
MANV10
MANV25
MANV50
Rettungsdienst Großeinsatz bis
10 Verletzte
25 Verletzte
50 Verletzte
-NFNormale Fahrt, ohne Sonderrechte